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Mittwoch, 22. September 2010

People need Connectors

People need Connectors
Writers, heroes, stars, leaders
To give life form.
A child’s sand boat facing
the sun.
Plastic soldiers in the miniature
dirt war. Forts.
Garage Rocket Ships

Ceremonies, theatre, dances
To reassert
Tribal needs and memories
a call to worship, uniting
above all, a reversion,
a longing for family and the
safety magic of childhood

Jim Morrison

Donnerstag, 12. August 2010

Uschi mag Tiere Mythos Vincent



Der Mythos beginnt in einem kleinen Waldstück, außerhalb eines großen Villengeländes, das als Charity-Biotop finanzkräftige Käufer anzieht. Uschi Glas hat zur Wohltätigkeits-Gala geladen und viele sind gelandet (Hubschrauber). Das Künstlerkollektiv Vincent Klee stellte die unten stehenden Drucke zur Versteigerung, und wollte so seinen Beitrag für das Spendenziel von 4,50 Euro erbringen: Unterstützung für den Gnadenhof Gut Aiderbichl, den Schauspielerin Uschi Glas aus einer Laune heraus gegründet hat. Schwimmstar Franziska von Almsick ist zu Tränen gerührt und erklärte, warum solche Orte wichtig sind:

„Ich war das Mädchen mit der großen Klappe und der Goldfisch, später aber auch mal nur die Zweite, von der alle enttäuscht waren. Ich hätte die Höhen nicht erreicht und die Tiefen nicht ertragen, hätte ich nicht so einen wunderbaren Zufluchtsort gehabt. Den verdient jedes Kind."

Stephanie Freifrau zu Guttenberg (33), Gattin unseres Verteidigungsministers erläutert ihren Traum: „Jeder sollte einen so schönen Hof mit hübschen Blumen und Bildern haben, dann wäre die Welt geheilt“. Das Spendenziel wurde durch den großzügigen Geldbetrag Thomas Gottschalks übertroffen. Vielen Dank, Tommi!

Montag, 19. April 2010

Samstag, 19. September 2009

Don't vote for change. Just vote.

Im Zuge der Bundestagswahl sowie der anhaltenden
Demokratie-Misere etabliert Vincent-Klee Wahlwerbung
ins Nirvana. Das Ziel: Die Suggestion vom "Anpacken",
die "Ärmel" hochkrempeln. Die neue Hemdsärmeligkeit des
Kollektivs hat nicht nur Befürworter.
Besonders NPD-Altkader stellten das Kollektiv während
ihrer Arbeit für Deutschland und die Demokratie zur Rede.





Man beachte den Gesinnungswechsel von Frau Agnes Alpers

vom oberen zum unteren Bild. Hier wird anscheinend an allen Fronten Wahlwerbung betrieben um etablierte Parteien abzudrängen.

Das ist die neue Medienwirklichkeit, die sich auch Vincent Klee
zunutze machen (erfolgreich).





Wichtig: Das Anbringen von Plakaten an sog. "Hot-Spots", hier ist
der brave Bürger zuhause, das gibt ihm Kraft.

Donnerstag, 30. Juli 2009

The Heart of Darkness



The sun set; the dusk fell on the stream, and lights 
began to appear along the shore. The Chapman lighthouse,
a three-legged thing erect on a mud-flat, shone strongly.
Lights of ships moved in the fairway--a great
stir of lights going up and going down. And farther
west on the upper reaches the place of the monstrous town
was still marked ominously on the sky, a brooding gloom
in sunshine, a lurid glare under the stars.

"And this also," said Marlow suddenly, "has been one
of the dark places of the earth."



Mittwoch, 15. April 2009

Helden im Blätterwald

Nachbesprechung: Der WESER-KURIER über die Ausstellung "Du Held"

Artikel vom 09.04.09

Superhelden auf den Menschen gebracht

"Du Held: Erste Ausstellung der Veranstaltungsreihe Kunstzoll im Alten Zollamt eröffnet

Von Chris Ruschin


Handelshäfen. Captain Amerika mit Burn- Out-Syndrom, Supermann, der seinen Anzug zu heiß gewaschen hat, Topmanager vorm Arbeitsamt. Pünktlich zur Wirtschaftskrise
liefern acht junge Künstler mit Fotos, auf Leinwänden und auf Packpapier ein anderes
Bild von Helden – und versagen ihnen ihre Funktionen als Vorbild und Trostspender.


„Im so tired“, Ich bin so müde, steht auf einem der Porträts der Comicfigur Captain
Amerika, auf dem er resignierend ins Leere starrt.
Ein paar Meter weiter wird Batman mit einem Computerausfall konfrontiert.
„Das ist als Bildwitz gemeint“, kommentiert der Mediengestalter Klaas Wurtmann sein Leinwandbild. „In meinen Augen ist Batman ein Superheld, der ganz viele Muskeln hat, aber auf seine Geräte angewiesen ist.“ Virus- oder sonstige Rechnerprobleme, die unseren Alltag begleiten, gäbe es bei Batman aber nie. Nicht nur der Viertelbewohner Wurtmann spielt mit dem, was sich in Comicwelten nicht schickt. „Wir haben überlegt, was das Thema hergibt“, sagt der Kunst- und Medienstudent Michael Sommer aus der östlichen Vorstadt, der zusammen mit seinem Kommilitonen Per Thomas die Idee zu der Ausstellung hatte.

Bald schon hätten sich bei den Überlegungen drei Ebenen herauskristallisiert: „Das war eine politische und eine verletzliche Dimension, aber auch eine Fanebene“, erinnert sich Sommer.
Auf„platte Reproduktionen“ haben die Künstler jedoch allesamt verzichtet, wie Thomas
aus Bremen Nord betont. Auf den Bildern im ehemaligen Zollamt ist tatsächlich kein einziger strahlender Held zu sehen. Die Protagonisten der Bilder wirken eher zerknirscht, tragisch oder ziemlich unbeholfen. Gerade in der Wirtschaftskrise, so Thomas, flüchten sich viele in die Welt der Superhelden. „Das ist aber ein billiger Zufluchtsort“, kritisiert der Student. Mit der zweitägigen Ausstellung wollen die acht Künstler die menschliche und verletzliche Seite der Helden aufzeigen und sie damit dem Publikum wieder näher bringen. Aus diesem Grund hätten sie auch den Titel „Du Held“ gewählt, sagt Sommer, „damit spricht man jeden an“.

Einen „Helden“ der realen Welt hat Steffen Plorin in einer dreiteiligen Bilderserie mit einem nichtssagenden Herren im grauen Anzug gewählt. „Mir ging es darum, mich von dem eigentlichen Bild des Superhelden zu distanzieren“, begründet Plorin, der ebenfalls Kunst und Medien in Oldenburg studiert. Auf ein klassisches Attribut hat er dennoch nicht verzichtet: In einem der Bilder trägt sein Krawattenträger einen Umhang.
In einem anderen steht er dann vorm Arbeitsamt. Für sein Motiv habe sich der 23-Jährige von Klaus Zumwinkel, Hartmut Mehdorn und anderen Topmanagern inspirieren lassen, die zurzeit „eine Pleite nach der nächsten verzeichnen“, sagt Plorin. Die Bilder sind auf den Keller, das Erdgeschoss und den Flur des ehemaligen Zollamtes am Hansator verteilt.

Eine bunt verglaste Fensterfront hat die Künstlergruppe in ein Sammelsurium von Superheldenzeichnungen auf Transparentpapier verwandelt. „Die Räume sind wunderschön. Es bietet sich einfach an, hier eine Ausstellung zu machen“, sagt Sommer, der Mitglied im dort angesiedelten Verein „Musikszene Bremen“ist. Mit „Du Held“ beginnt die Reihe „Kunstzoll“,
weitere Ausstellungen sollen folgen. Diese Veranstaltungsreihe kommt nicht nur
den Bildgestaltern zugute, wie Sommer zu berichten weiß: „Der Verein braucht seine
Gemeinnützigkeit. Es reicht nicht, wenn hier nur Bands spielen.“


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Einige Phrasen und Wörter, die die Veranstalter ebenfalls "gedroppt" haben, die (aus diesem Grund) keine Berücksichtung im (sehr guten) Artikel fanden:

"Dualität der Ereignisse"
"Konvergenz im aktuellen Kunstmarkt"
"Diffusion"
"Wahrnehmungsgewohnheiten"
"Terror"

Sonntag, 27. April 2008

A Churl's Ode to Chocolate

A Churl's Ode to Chocolate

Oh, what splendor, and oh, what bliss

I have not tasted until this

So mellow, sweet, and soft, and rich

Suchlike must be a fairy's kiss


A fairer food was never made

Best aliment which so delights

The tongue that dares to take a bite

Unequalled, wonderful in taste


'Twas the fall for many a men

Who understood to nourish well

Oh Thy dainty diet's mean spell

Was cast upon so many then


And with thy evil magic dost

Thou charm so many innocent

Who so vainly try to withstand

But often are already lost


Don't get me wrong, but this feels queer

I'd rather like to have a beer



R. Brummerloh April 2008


Dienstag, 1. April 2008

Music for the Masses


Hallo People der gepflegten (leichten) Unterhaltung: Eure Freunde from da Blog haben jetzt ein Radio gebaut. Wenn ihr rechts die sog. "Scroll-Leiste" bedient, findet ihr nach kurzer Zeit das laut.fm-Radio. Darin enthalten sind ein paar Stunden fluffiger Musik zum Tagträumen.
Zwischen Elektro und Hip-Hop ist alles vorhanden ,was der internet-affine Mensch von heute braucht. Tune in!

PS: Wir haben kein College-Rock, kein Soft-Rock oder Alternative für die hornbebrillten Philosophie-Studenten im Angebot. Sorry Guys!

Montag, 31. März 2008

Freigehege.

Die Sonne stand tief, während die beiden Junior-Detektive vincent und klee gespannt auf das Auftauchen des neuen Maskottchens der Mannschaft warteten. Eine subtropische Luft liess keinerlei Bewegung zu. Es war schwül. Müde drehte sich vincent zum Pool, in dem einige Alligatoren einen kleine Ente jagten. Ebenso wie die Reptilien waren vincent.klee auf der Suche nach etwas Essbaren. Der Barbecaue-Grill des Hotels hatte jedoch seit einer halben Stunde geschlossen.

Das neue Maskottchen ließ sich zeit. Er und seine kleinen Freunde verzehrten sehr wahrscheinlich gerade ein großes Stück gebratene Kalbsleber, aber sie würden schon auftauchen, da waren sich die beiden Schlitzohren sicher. Ein Kellner servierte Singapor-Slings mit kleinen rosa Cocktail-Schirmchen, dann fuhr er lautlos davon, kein Wunder, seine Rollschuhe hatten eine Gummibeschichtung,nicht zu hören, dieser verdammte Kerl. Überall auf dem Boden waren plötzlich Ameisen. Alarmiert blickte Klee zu seinem Duz-Freund, der jedoch versuchte grade vorbei am Cocktailschirmchen den Strohhalm zu finden. Was tun wir hier mitten in der Wüste und: Ist es das wert? waren die letzten Sätze bevor...

Sonntag, 23. März 2008

In Kürze...

...wird hier die äußerst gut inszenierte und perfekt choreografierte Werbekampagne der vincent.klee-Gruppe zu sehen sein. Mehrere Hundertschaften der Bild-Lesereporter-Armee sind bereits von Kai Diekmann persönlich alarmiert worden.

Mittwoch, 5. März 2008

Boy-Group on the run



Die begabteste Boy-Group seit "New Kids on the Block"(Photo) zeigt bald neuen sexy Stuff aus der Besenkammer ihres Gehirns. Right now befinden sie sich im Chateau Marlot, Kalifornien, und bereiten eine Retrospektive ihres Schaffens vor. Gemütliche 25 Grad diktieren enorme Entspanntheit. Dazu gibt es Singapour-Slings, serviert von frack-tragenden Zwergen. Wer hätte das gedacht?

Samstag, 1. März 2008

Pfahler Logo-Wahnsinn

Der Logo-Krieg ist geschlagen. Nach äußerst zähen Verhandlungen ist der Logo-Krieg am runden Tisch beigelegt worden. Die Kontrahenten vincent und klee einigten sich demnach auf ein Bildzeichen, dass zugleich "Humor" und die bitter nötige "Frechheit" besitzt, die es in der heutigen Zeit braucht, um sich vom grauen Einerlei der Internet-Society abzuheben.

Aus Insider-Kreisen wird kolportiert, dass sich die menschenscheuen Easy-Going-Genossen nach der erfolgreichen Bewältigung des Logozwischenfalls einer neuen Herausforderung stellen wollen: Brechung des Rekords im Dauer-Pfahlsitzen. Dieser liegt zurzeit bei zehn Jahren und wird von dem Engländer Boy George gehalten.
Austragungsort ist - wie immer- der Heidepark-Soltau.

Sonntag, 17. Februar 2008

Gute Geschichte

Das war 'ne ziemlich gute Geschichte, oder? Die Fotos sind jetzt zu ende, aber Vincent hat einiges mehr in einem kleinen Schuhkarton auf einem staubigen Dachboden gefunden, saubergemacht und aufbereitet.Es bleibt spannend.

Samstag, 19. Januar 2008

Die Quelle des Lichts.

Als Lichtgeschwindigkeit bezeichnet man die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts und anderer elektromagnetischer Wellen. Sie ist in Materie stets kleiner als im leeren Raum .Dieser größtmögliche Wert von c, die Vakuumlichtgeschwindigkeit stellt eine Naturkonstante dar, die in der Physik eine zentrale Rolle spielt und deren Entdeckung weitreichende Konsequenzen für die physikalische Weltsicht und das Verständnis von Raum und Zeit hat. Sie ist nach Einsteins Relativitätstheorie die maximal erreichbare Geschwindigkeit, nicht nur von Licht, sondern auch von jeder anderen Form der Energie, Information oder Wirkung.

Einstein behauptete zudem mehrmals in Lichtgeschwindigkeit oder "relativ zügig" Grundnahrungsmittel und ähnliches zu sich genommen zu haben. Dies ist in der Forschung allerdings ein bestrittener Punkt und gilt deshalb in der anständigen Einstein-Forschung als Fußnote.

Vincent-Klee führen diesen -für sie wichtigen Punkt- des einsteinschen Lebens fort und operieren in der sog. "Überlichtgeschwindigkeit". Bitches.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Scott says

"Ich dagegen finde nichts daran verkehrt, mal ein gutes Buch in die Hand zu nehmen oder Buntstifte und Zeichenpapier. Damit betritt man den größten Kinosaal der Welt: das Gehirn."

[ridley scott, regiesseur]

Sonntag, 16. September 2007

"Schlangenmenschen...und kleine Äffchen!"

Ein Zirkus (lat.: Kreis, Plural: Zirkusse) – oder auch Circus – ist ein oder Unterhaltungsunternehmen, eine Gruppe von Artisten, die eine Vorstellung mit verschiedenen artistischen Darbietungen (Akrobatik, Clownerie, Zauberei, Tierdressuren) zeigt.


Klee geht in den Zirkus.

Samstag, 8. September 2007

Atelierbesuch II "Mehr Tier als Mensch"

Äußerlich unverändert auf dem Boden liegend, völlig erschöpft und in etwas gekleidet, was verdächtig nach einer Uniform aussieht. Die Farbe: Senfgelb. Der Raum ist eine Art Küche, die Kochzeile befindet sich allerdings in der Mitte des Raumes, umgeben von mehreren Kühlschränken, die teils offen stehen. Die großen Fenster sind ebenfalls geöffnet und es ist eine Art Flaschenzug- Konstruktion zu erkennen, durch die sich beide offensichtlich Wasser und Nahrung verschaffen. Links im Raum sind mehrere Stangen zu sehen, es scheint so etwas wie eine Voliere zu sein, aber keine Vögel. Da ist nichts mehr. Die Geräusche, so stellt sich später heraus, stammen von unzähligen Bratpfannen, die auf einem großen Haufen neben der Küchenzeile angehäuft sind.

Das Gehirn von vincent.klee scheint tot, Scheintod, flankiert von Omnipotenzfantasien und rücksichtsloser Reflexion gesellschaftlicher Zustände.

Ähnlichkeiten mit anderen Künstlern, wie Takashi Murakami scheuen sie trotzdem:„Wir lassen uns da nicht in eine Schublade stecken“,sagen sie und fügen voller Inbrunst hinzu“: Wir haben auch soziale und gesellschaftspolitische Ansichten und Ziele, die sich mit der sinnentleerten Gegenwartskunst nicht in Einklang bringen lassen.“ Diese sei, so stellen sie lakonisch fest, „nur Gekleckse“. Auf die Frage, ob sie bei der hochintellektuellen Gesellschaftsreflexion, zwischenzeitlich ihre eigene vergessen haben, ist nur ein lapidares „Das hatten wir sowieso nie nötig“ zu hören.


Das junge Haus-Reh "Lübke" im Atelier.

Bei einem Singapor-Sling in der heimeligen grün-braunen Sitzecke mit Karomuster wird lieber über die „wilden“ Eighties schwadroniert. Nebenbei wird „Lübke“ gestreichelt, das Haus-Reh. „Er war mal drei Meter groß, ist aber inzwischen geschrumpft, das ist bei dieser Gattung so“. Lübke kaut zufrieden. „Wir haben ihn gekauft, als wir ‚Reh im Klostergarten’ nachstellen wollten. Wir mussten ihm Beruhigungsmittel verabreichen, damit er endlich liegen blieb.“


Im Dritten Teil: vincent.klee berichten über ihre tragende Rolle im Kunstbetrieb der 80er- Jahre.


Sonntag, 2. September 2007

„Mach es wie die Sonnenuhr, zähl den Mops im Haferstroh“


Atelierbesuch Vincent.Klee
Zeit-Magazin (5/2007)
Von Peter Schnitzel


Es schlägt einem ein dumpfer Lärm entgegen, betritt man das „Atelier“ der Künstlergemeinschaft vincent-klee. Der Name, eine krude Mischung aus toten Künstlern des 19. Jahrhunderts, scheint das einzige zu sein, was die beiden Artisten (Hochseilturnen) noch zusammenhält und vielleicht ist es ja doch nur der Bindestrich. Der vormalig reinweiße Vorraum ist voll gespritzt mit roter Farbe, die über und über auf dem Boden und an den Wänden verteilt ist.

Ihre Disposition zu teuren Konsumgütern lässt sich die Kunstgemeinschaft einiges kosten und nun liegen sie verstreut auf dem Boden, Kaviar in kleinen Döschen oder, wie es vincent, der erste Teil des Duos zu nennen pflegt, „Fischmüll“.
Der Glastisch rechts ist zerbrochen und steht in der Ecke, traurig funkelnd mit großen Scherben. Beim Durchschreiten des großzügig bemessenen Raumes, wird gewahr, was eigentlich passiert: Die Haustür stand offen, der Lift kam in quälender Gelassenheit, die Räume sind nur durch ihn zugänglich, ein Nadelöhr.

Die Geräusche schwellen an. Seit sie ihre Bilder nicht mehr hunderttausendfach verkaufen, ist ihr Image der unbeschwerten Lausbuben der Kunst dahin. Die Depression legte sich Ende der 90er – Jahre wie ein schwarzes Tuch über die Bilder, die teilweise nur noch mit Nahrungsmitteln entstanden. Die New-Economy-Blase war geplatzt, und das nicht nur an der Börse. Die Mäzene wandten sich ab, aber vincent-klee hatte sich genug Geld beiseite geschafft um überleben zu können.

Unter Kennern gewann der Begriff „Beutekunst“ plötzlich neue Bedeutung. „Die Hamster von der Weser“ schoben sich das Geld in ihre dicken Bäckchen und blieben im Laufrad, abgeschieden von der Öffentlichkeit. Ausgebrannt, thematisch am Ende. Die, von ihnen entfachte, einstige Revolution der Moderne war im Sande verlaufen. Blut, Schweiss und Tränen vermischten sich zu Dreck.


Ehemalige Superstars vincent-klee:
„Mach es wie die Sonnenuhr, zähl den Mops im Haferstroh“


Es ist die typische Kunstkarriere: Mit drei bekommen vincent-klee den ersten Wachsmalstift geschenkt. Mit sieben sind die ersten Bilder verkauft.
Gefangen in einer faschistischen Diktionsmaschine wird der Name vincent-klee ausgeschlachtet und verramscht wie ein Schnäppchen beim Teleshopping. Zu dieser Zeit sind sie, wie sie selbst später sagen, eine Mischung aus Britney Spears und Bubbles, dem toten Affen von Michael Jackson. Jetzt: Hunderte Bilder stehen in einem Nebenraum in Reih und Glied, früher Millionen wert und der Lärm wird noch lauter, ein Scheppern und Dröhnen , schon fast schrill und reißt plötzlich ab, metallisch dröhnt es in den Ohren. Noch durch die große Flügeltür, die über und über beschmiert ist mit Undefinierbarem und dann sind sie da.

Zweiter Teil folgt.

Dienstag, 10. Juli 2007

Überkompensation durch Fiktion

Vincent Klee leidet unter Formen der Überkompensation durch Fiktion. Schenkt man den Theorien Alfred Adlers glauben, so treten bei Vincent folgende Merkmale auf:
Täuschung über die eigene Mächtigkeit,
Überschätzung der eigenen Fähigkeiten,
Blindheit gegenüber der individuellen Realität,
Flucht in die Unwirklichkeit und
ein narzisstisches Selbstwertgefühl.